Blumen und Stauden, Lavendel, Pflegen und Düngen, Säen und Pflanzen, Schneiden

Lavendel pflanzen, pflegen, schneiden, vermehren, trocknen

Duftender Lavendel in lila oder weiß

Lavendel ist nicht nur eine Blume. Er zählt auch zu den Heilkräuter, der Duft wirkt beruhigend und entspannend. Lavendeltee ist ebenfalls zur Beruhigung.  Lavendel im Kleiderschrank schützt vor Motten. Lavendel neben anderen Pflanzen hält Läuse fern. Er hat lila Blüten. Mittlerweile gibt es ihn auch schon weiß blühend.

Lavendel kann man schon ab März pflanzen. Er will an einem sonnigen Platz stehen. Lavendel wird in einem Abstand von ca. 50 – 60 cm gepflanzt. Der Boden sollte sandig und nährstoffarm sein. Er wird nur mäßig gegossen, denn Staunässe mag er überhaupt nicht. Er muß nicht gedüngt werden. Wenn man doch düngen will, nimmt man einen stickstoffarmen Dünger.

Wenn man jahrelang Freude an blühendem Lavendel haben will, muß man ihn regelmäßig schneiden. Macht man das nicht, verholzt er mit der Zeit.

Nach der Blüte wird er etwa 1/3 zurückgeschnitten, d.h. die verblühten Stengel werden abgeschnitten. So kann man den Lavendel nochmals zum Blühen anregen. Im Frühjahr, sobald kein Frost mehr zu erwarten ist, wird er um die Hälfte zurückgeschnitten, damit die Pflanzen kräftig werden.

Entweder im Frühjahr oder im Spätsommer kann man den Lavendel durch Stecklinge vermehren. Besser ist es im Frühjahr, weil er da den Sommer über wurzeln und anwachsen kann und nicht vor Frost geschützt werden muß.

Dazu schneidet man von der Mutterpflanze ca. 10 cm lange Zweige ab. Die Nadeln werden an der unteren Hälfte entfernt. Dann steckt man diese Zweige einzeln senkrecht in die Erde. Entweder direkt in ein vorbereitetes Beet oder in Töpfen, die man mit Anzuchterde vermischt mit Sand gefüllt hat. Danach werden sie gegossen.

Wenn die Ableger in den Töpfen angewurzelt sind, pflanzt man sie an einen festen Platz. Treiben die kleinen Pflanzen dann, sollte man sie öfters stutzen, damit sie sich gut verzweigen.

Lavendel sät sich auch selber aus. Einfach die Blüten dranlassen. Erst wenn er sich ausgesät hat, abschneiden.

Oder der verblühte Lavendel wird abgeschnitten und auf ein freies Beet gelegt. So sät er sich auch aus und es kommen viele kleine Pflänzchen.

Lavendel macht sich auch in Töpfen oder Kübeln sehr gut.

Wer Lavendel trocknen möchte, muss die Blüten abschneiden, wenn sie in voller Blüte sind. Sie werden dann als Lavendel-Sträußchen an einem luftigen schattigen Ort aufgehängt. Schneiden am besten in der Mittagssonne. Denn bis dahin hat sich der eventuell morgendliche Tau verflüchtigt. Sind die Blätter und Blüten noch feucht, kann es zu Schimmel kommen.

Entgegen aller Behauptungen sollte Lavendel nicht unmittelbar neben Rosen stehen. Es sollte ein Mindestabstand von 50 – 60 cm sein. Rosen brauchen einen nährstoffreichen Boden und viel Wasser, während Lavendel einen nährstoffarmen Boden und wenig Wasser benötigt.

 

Übrigens: Der gleiche Arbeitsablauf mit dem Vermehren geht auch bei Rosmarin!

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