Dünger, Gartentipps

Hefe als Dünger und Kompostbeschleuniger

Hefe für den Garten

Immer mal kommt es vor, dass man einen Würfel Hefe im Kühlschrank vergißt. Oder das Datum der Trockenhefe ist verfallen, weil man keinen Hefeteig mehr gemacht hat.

Das sollte man nicht wegwerfen! Die Hefe kann man im Garten wunderbar verwerten:

Ich löse einen Würfel Hefe oder eine Tüte Trockenhefe in 10 Liter Wasser auf. Damit gieße ich Gemüsepflanzen, vor allem  Tomatenpflanzen. Ich nehme sie außerdem für alle Blumen, Stauden, Kübelpflanzen und Zimmerpflanzen.

Hefe kann man auch als Kompostbeschleuniger nehmen. Dazu nehme ich  einen Hefewürfel oder eine Tüte Trockenhefe und  ca. 1 kg Zucker. Zucker deshalb, weil er in Verbindung mit Kompost für einen idealen Nährboden für die Bakterien sorgt.  Das gebe ich mit etwas lauwarmen Wasser in die Giesskanne  und rühre solange, bis alles aufgelöst ist. Dann fülle ich die Kanne mit Wasser auf und gieße alles in den Kompost.

Hefe ist auf jeden Fall der ideale Dünger für alle Pflanzen.  Man kann das im Abstand von 2 – 3 Wochen immer wiederholen.

 

Video-Anleitung: Hefe als Dünger und Kompostbeschleuniger im Garten

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6 Kommentare auf “Hefe als Dünger und Kompostbeschleuniger

  1. Ida Moser sagt:

    Ich schaue mir gerne deine Videos an.

  2. Rainer sagt:

    Hallo, habe durch Zufall den Artikel gesehen. Wenn man die Hefe schon total füttert zB mit Zucker, dann bringt das nix, außer daß man 1kg Zucker entsorgt hat. Ist ja beim backen auch so. Da denken die Leute, daß Hefe Zucker braucht. Hefe ernährt sich vom Mehl und eben vom Kompost.

    1. Daniel sagt:

      ich denke (ich maße mir nicht an alle chemischen prozesse und wechselwirkungen zu kennen), dass zucker definitiv seinen sinn hat. wenn man die hefe pur auf den kompost kippt wird sie vermutlich überleben und sich auch vermehren. allerdings würde eine zugabe von etwas zucker verbunden mit einer 24std. ziehzeit m.e. zu einer vermehrung der pilze führen und somit noch effektiver sein.
      es gibt allerdings auch eine gegärte version, die ich gerade probiere. wenn man also 2 gläser zucker 1 glas wasser + 1pkg hefe mixt, 2 std. ziehen lässt und dann mit 10L wasser mixt erhält man die mischung die jetzt noch 1wo. gären muss. hierbei ist zucker notwendig, allerdings sollte man hierdurch auch einen richtigen blütedünger bekommen, welchen man dann im verhältnis 1:10 dünger/wasser verwenden kann und mit dessen resten man den kompost boosten könnte.

    2. Mari Lu sagt:

      @Rainer: Mit dem Ansetzen der Lösung hat Gartenmoni recht. Denn wenn man 1 kg Haushaltszucker in 10L Wasser löst, erhält man eine isotone Lösung für die guten Hefezellen (isoton= 308 mOsm/L, Molgewicht von Zucker ist 342g/mol, also ergeben 1kg Zucker in 10 L Wasser eine annähernd isotone Lösung). Löst man aber die Hefe nur in purem Wasser, so diffundiert per Osmose sehr viel Wasser in die Hefezellen, bis sie unweigerlich platzen. dann sind sie tot und können den Kompost nicht mehr zersetzen. Man könnte statt isotoner Zuckerlösung natürlich auch eine isotone Kochsalzlösung nehmen….@ Gartenmoni: Danke für diesen tolle Tipp.

      1. Peter sagt:

        Bäcker lösen seit Jahrhunderten Hefe in purem Wasser auf, ohne dass die Hefe dabei abstirbt: Hefezellen platzen nicht im Wasser. Sie haben stabile Zellwände aus Chitin. Nicht vergessen: Hefe ist ein Pilz (bzw. sind Pilze), da verhalten sich viele Dinge anders als z. B. bei Pflanzen. Und zuviel Zucker im Boden kann Schimmel und unerwünschte Bakterien fördern, das Bodenmilieu aus dem Gleichgewicht bringen und osmotische Schädigungen bei rezenten Bodenorganismen verursachen.

    3. Dennis sagt:

      wow Reiner, bin auch durch Zufall auf diesen Beitrag gestoßen und überrascht wie man mit soviel Halbwissen einen du selbstsicheren Kommentar abgeben kann.

      schön, dass es weiter unten aufgeklärt wurde. (Mit Fakten).

      Selbstverständlich benötigt Hefe Zucker als Nährboden.

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