Dünger, Frühjahr, Herbst, Kompost

Neuen Kompost anlegen

Kompost mit großen Blättern bedeckt

Kompostbehälter richtig befüllen

Einen Komposter stellt man direkt auf die Erde, nicht auf Beton oder Pflastersteine. Der Grund: steht er auf der Erde, kommen die Regenwürmer leicht zu den Gartenabfällen. Regenwürmer sind sehr wichtig! Durch sie wird der Gartenabfall verarbeitet und es entsteht hervorragender Kompost.

Ist der Komposter an einem passenden Ort aufgestellt, kann er befüllt werden. Bevor allerdings die ersten Grünabfälle hineingefüllt werden, muss zuerst noch für eine bodennahe Belüftung gesorgt werden.

Erste Schicht: grobes Material zur Belüftung

Wenn die Abfälle direkt auf dem Erdboden aufliegen, besteht die Gefahr, dass sie verfaulen anstatt zu verrotten. Deshalb wird der Kompostbehälter mit einer ersten ca. 20 cm hohen Schicht aus groben Material ausgelegt. Dazu kannst du z.B. klein geschnittene Zweige, Reisig oder Stroh verwenden.

Diese “Belüftungssschicht” bedeckst du anschließend mit normaler Gartenerde. Jetzt kann das Kompostieren losgehen!

Was kann kompostiert werden?

Immer darauf achten, dass sich keine Samen in den Abfällen befinden. Stichst du nämlich den Kompost in deine Beete ein, wachsen Pflanzen, wo du sie gar nicht haben willst ;-)

Diese Materialien kannst du kompostieren:

  • Küchenreste wie Kaffeesatz, Schalen von Obst und Gemüse oder Eierschalen (am besten zerkleinert, dann verrotten sie schneller). Bananenschalen am Besten zerkleinern, da sie sonst sehr lange brauchen, um zu verrotten,
  • Grasschnitt
  • Gartenabfälle wie abgeschnittene Zweige oder Blätter
  • Große Blätter (z.B. Rhabarber-Blätter) verhindern das Austrocknen, wenn sie oben aufgelegt werden
  • zerkleinerte Recycling-Pappe

Je mehr das Material zerkleinert wird, desto schneller kann es verrotten.

Theoretisch können auch Essensreste kompostiert werden. Das könnte allerdings Mäuse anziehen, ist also nicht unbedingt zu empfehlen.

Kompostierbare Küchenabfälle

Nicht in den Kompostierer gehören

  • Schalen von Zitrusfrüchten
  • nach Möglichkeit keine Schalen von gespritztem Obst und Gemüse
  • Samen, Kerne (ungewollte Aussaat)
  • mit Krankheiten befallene Pflanzenteile

Den Komposter schichtweise füllen

Hast du ca 30 cm Material im Kompostierer gesammelt, füllst du eine etwa 1 cm dicke Erdschicht ein und streust sparsam Kalkstickstoff oder Schnellkompost darüber.

Wichtig: im Kompostbehälter muss immer ein feuchtes Klima herrschen, damit das Material verrotten kann. Bei großer Trockenheit gießt du etwas Wasser in den Behälter. Aber Vorsicht: richtig nass darf es nicht werden, sonst setzen schnell Fäulnisprozesse ein!Es gilt also: nicht zu nass und nicht zu trocken.

Nach 1 Jahr ist die untere Hälfte bereits kompostiert und kann verwendet werden

 

Weitere interessante Informationen zum Thema Kompost:

Warum ist Kompost wichtig?

Welche Kompostbehälter sind geeignet? Welchen Standort wählen? 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert