Gartentipps, Schädlinge und Krankheiten

Ameisen – Was tun, wenn aus Nützlingen Schädlinge werden?

Ameisen als Gesundheitspolizei

Ameisen gelten als Gesundheitspolizei, weil sie Aas und tote Insekten entfernen. Außerdem vertilgen sie jede Menge für unsere Pflanzen schädliche Insekten, zersetzen Gartenabfälle und lockern den Boden auf.

Damit sind sie grundsätzlich gern gesehene Gartenbewohner. Allerdings kann die gute Beziehung zu den Krabblern schnell kippen, wenn sie Wege und Platten unterhöhlen oder ihre Läusefarmen etwas zu intensiv pflegen.

Ameisen und Läuse – Symbiose pro und contra

Ameisen leben in einer Symbiose mit Blattläusen. Das bedeutet, dass jede Art der anderen hilft und sie in Gemeinschaft leben, sich „um  einander kümmern“. Natürlich nicht aus Solidarität, sondern um voneinander zu profitieren:

  • Ameisen sind ganz wild auf den Honigtau, den die Läuse als klebrig-süße Ausscheidungen absondern. Für diese Leckerei hegen und pflegen die Ameisen ihre Schützlinge und tragen im Frühjahr sogar die Läusebrut auf die Pflanzen hinauf, damit sie genügend zu futtern bekommen und sich vermehren – dann gibts nämlich noch mehr Honigtau!
  • Die Läuse profitieren von der Honigtau-Sucht nicht nur durch den bequemen Transport-Service.  Ameisen verteidigen ihre „Melkkühe“ sogar vor Angriffen durch Fressfeinde

Was für die Ameise-Laus-Beziehung äußerst positiv ist, ist für uns Gärtner ein Leid, wenn es überhand nimmt. Läuse an unseren Pflanzen können dazu führen, dass ganze Triebspitzen zerstört werden und sich die Pflanze nicht mehr richtig entwickeln kann. Am Beispiel eines Obstbaums führt das zu einer immensen Schwächung, was später Auswirklungen auf die Ausbildung der Früchte hat. Bei anderen Pflanzen kümmern sie sich um Wurzelläuse, die die für die Versorgung der Pflanze so wichtigen Wurzeln schädigen und die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen hemmen. Was also tun?

Hausmittel gegen Ameisen – Düfte nutzen!

Ameisen sind perfekt organisiert. Auf Ameisenstraßen gibt es weder Kollisionen noch Chaos. Durch Pheromone werden die Straßen markiert, die Ameisen orientieren sich also an Duftstoffen. Und genau diese Eigenschaft kann man sich zunutze machen, um die Krabbler umzuleiten oder zu vertreiben: Indem man die Duftspuren auf Straßen und am Nest selbst mit anderen Gerüchen überlagert, wird die Organisation der Kolonie gestört und die Ameisen ziehen ab. Was kann man dazu verwenden?

  • stark riechende Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Minze oder Lavendel
  • Gewürze wie Chili, Nelken, Zimt oder Curcuma
  • Kaffeepulver
  • Kaffee oder Sud / Tee aus o.g. Kräutern
  • Zitronenscheiben
  • Kupfermünzen / Kupferband
  • Räucherstäbchen

Auch ein Umsiedeln ist möglich. Dazu stellst du einen mit Erde gefüllten Tontopf mit dem Entwässerungsloch direkt auf das Ameisennest. Die Krabbler ziehen in den Topf ein, den du dann wegtragen kannst.

Video: Düfte gegen Ameisen

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